Die Entstehungsgeschichte des Vereins
 

Der Verein der Gartenfreunde Wallstadt e.V. kann auf mehr als sechzig Jahre seines Bestehens zurückblicken.

Als es nach dem Krieg wieder hieß von vorn anfangen, kamen die Siedler- und Gartenfreunde auf den Gedanken bei den zuständigen Ämtern der Stadt Mannheim betreffs einer Kleingarten­anlage vorzusprechen. Nach langen, zähen Verhandlungen über ein geeignetes Gelände wurden Ihnen die Allmend­stücke, am Rande von Wallstadt (Mosbacher Straße), zugewiesen.

Am 14. Februar 1948 war es dann soweit.

Der Verein der Siedler- und Gartenfreunde Wallstadt wurde gegründet.

Das Wiesengrundstück, bewachsen mit Obstbäumen lag in einer Senke. Das Land war nicht nur kalt, sondern stand bei Regenperiode oft wochenlang unter Wasser. Es verlangte den Gärtnern eine Menge Arbeit ab, um es in ihrem Sinne zu kultivieren und zu bewirtschaften. Das Gelände umfasste 30, später 86 Parzellen, die per Losentscheid vergeben wurden. In Ge­meinschaftsarbeit fing man an, Wege einzuteilen und die Anlage einzuzäumen. Mit Pickel und Spaten wurde das Gelände umgegraben und von den vielen Steinen gesäubert. Der schwere Lehmboden wurde mit Sand und Mutterboden verbessert. Wasser war nicht vor­handen, man musste es aus dem so genannten „Zwetschgegraben“ schöpfen. Der Nutzungsgrad von damals war erheblich größer. Jeder war bedacht, Obst und Gemüse für seine Familie auf den Tisch zu bringen. Heute steht der Erholungswert im Vordergrund.

Nach einer Änderung des Bebauungsplanes wurde dem Verein ein Teil des Gartengeländes (heutiges Neubaugebiet) an der Mosbacher Straße 1974 gekündigt. Die Gärtner wurden von Seiten der Stadt Mannheim entschädigt und das Gelände als Grabeland ausgewiesen mit der Bitte, die Anlage weiterhin zu pflegen, bis das Gelände für die Bebauung benötigt wird. Gleichzeitig wurde mit der Planung für ein geeignetes Ersatzgelände begonnen. Mitte des Jah­res 1979 wurde von der Stadt Mannheim ein ausreichend großes Gelände am Elkersberg, ei­nem prähistorischen Hügel, zur Verfügung gestellt.  

Im Herbst 1979 wurde mit den Erdarbeiten begonnen.

Das Gelände wurde eingezäumt mit ei­nem Nord- und Südtor, einem Kinderspielplatz sowie einer Wasserleitung mit einem Anschluss an das städtische Wassernetz versehen. All diese Maßnahmen wurden von der Stadt Mann­heim in Auftrag gegeben und finanziert. In Eigenregie wurden die Fundamente für die vier vorgeschriebenen Gartenhaustypen angelegt.

Der erste Spatenstich war im Mai 1980.

Jedes Vereinsmitglied musste 50 Stunden Eigenarbeit einbringen. Am Ende des Jahres 1980 waren alle 115 Parzellen (ca. 300 qm pro Parzellen) fertig und wurden unter den Bewerbern nach Eintrittsdatum vergeben. In Eigenarbeit und Nachbarschaftshilfe wurden die schmucken Rasterhäuser (Fachwerkhäuser von Typ Baumeister) erstellt. In der zweijährigen Bauphase wurde auch von den Mitgliedern das Gerätehaus gebaut.

Am Gerätehaus wurde auch eine Telefonbox mit einem Münzfernsprecher installiert. Im Jahre 1982 wurde dem Verein das noch verbliebene Gartengelände an der Mosbacher Straße aufgekündigt. Die Gärtner wurden von Seiten der Stadt Mannheim entschädigt und das Gelände als Grabeland ausgewiesen. Der Bebauungsplan wurde 1990 erneut geändert. Die 1982 gekündigten Gärten an der Mosba­cher Straße wurden wieder als Dauerkleingartenanlage ausgewiesen. Somit verfügt der Verein mit der Anlage Elkersberg mit 115 Parzellen und der Anlage Mosbacher Straße mit 25 Parzellen über zwei schmucke Anlagen. Der Gartenanlage an der Mosbacher Straße wurde mit einer Wasserleitung versehen und an die städtische Wasserversorgung angeschlossen. Bei dahin versorgte man sich aus den in Eigenarbeit geschlagenen Brunnen mittels Pumpen mit Grundwasser. Beide Anlagen verfügen über einen kinderfreundlichen Spielplatz.

Die Mitglieder drängten schon längere Zeit auf den Bau einer Toilettenanlage. Da man für die­ses Bauvorhaben die Toiletten mit Wasser und Strom versehen musste und diese Maßnahmen der größte finanzielle Aufwand gewesen wäre, kam die Vorstandschaft auf den Gedanken, in diesem Zuge ein Vereinshaus zu errichten. Man stellte einen Arbeits- und Finanzierungsplan auf. Der Arbeitsplan beinhaltete 15 Stunden Eigenarbeit pro Mitglied. Zur Realisierung der Finanzierung wurde dieses Bauvorhaben den Mitgliedern in einer außeror­dentlichen Hauptversammlung unterbreitet und zur Abstimmung vorgelegt. Die Abstimmung er­gab ein klares Votum für das Bauvorhaben. Nachdem die Stadt Mannheim den Bauplan ge­nehmigt, konnte Mitte August 1988 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach einjähriger Bauzeit konnte das Vereinshaus den Mitgliedern zur Nutzung übergeben werden.

Bei der Einweihung im Dezember 1989 machte die Stadt Mannheim ihr Versprechen wahr, das Gelände vor dem Vereinshaus zu begrünen und mit Rasen zu verschönern. Auch wurde das vergrößerte Gelände mit dem notwendigen Rahmengrün und Wegen versehen. Außerdem wurde das neue Gelände mit einem neuen Tor bestückt und eingezäunt. Das Vereinshaus sowie

der begrünte Vorplatz wird von den Mitgliedern und dem Verein in je­der Form (z. B. Gartenfeste, Familienfeiern und Nikolausfeier usw.) rege genutzt. Auch ist es mit seinen Toilettenanlagen an dem alljährlich am 3. Wochenende im August statt­findenden Gartenfest vom großen Nutzen.

Dieses Fest erfreut sich bei den Mitgliedern sowie Bewohnern der umliegenden Stadteile gro­ßen Zuspruchs. Die Anlage Elkersberg, die für jedermann zugänglich ist, gibt durch sein üppiges Rahmengrün entlang des alleenähnlichen Hauptweges und den zum Ausruhen einladenden Bänke, dem Spaziergänger die Gelegenheit zum Verweilen.

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